Neuigkeiten


01.06.2020: Mathematik und Corona - Möglichkeiten und Grenzen der Statistik

Der Artikel "Corona-Vorhersage fast unberechenbar" auf wissenschaft-aktuell.de erläutert einige Verfahrensansätze, aber auch Grenzen von Statistiken zur Ausbreitung des Coronavirus und bestätigt die alte Statistikerweisheit, dass nur eine Vergrößerung der Stichproben verbesserte Prognosen ermöglichen kann. Ebenfalls sehr interessant ist der Beitrag "Eine Übersterblichkeit ist nicht erkennbar" der Onlineausgabe der Welt, der nicht nur Schwierigkeiten bei der Erhebung und Auswertung von Daten in dieser Angelegenheit darlegt, sondern im Gegensatz zu gewissen Fernsehnachrichtensendungen auch sauber zwischen Todesfällen an und Todesfällen mit dem Coronavirus unterscheidet.

28.03.2020: Physikalische Versuche mit Profiauswertung für jedermann

HJR Aachen Wer in diesen Tagen des kollektiven Hausarrestes Langeweile verspürt und sich für Physik interessiert, kann nun bei Versuchen zu Hause die Ergebnisse sehr genau messen. Die an der RWTH Aachen entwickelte Software Phyphox läuft auf den gängigen Smartphones und ermöglicht Messungen zu vielen verschiedenen Versuchen. Herunterladen kann man Phyphox auf der Website phyphox.org sowie in den gängigen Appstores. Anregungen und Beispielmessungen finden sich auf dem zugehörigen YouTube-Kanal.

09.03.2020: "Krankheit ist auch nur ein gesellschaftliches Konstrukt"

Mit Bildung und Schule hat es unmittelbar nichts zu tun, aber manchmal kann eine Satire, die manipulative und vernebelnde Sprache entlarvt, erhellend sein und künftig zu gründlicherem und kritischerem Lesen anleiten. In diesem Sinne sei erkenntnisreiches Vergnügen gewünscht mit der Neusprechparodie "Der Landrat spricht von 'ernster' Situation" von danisch.de.

24.02.2020: Logikquiz bei Welt online

Auf der Webseite der Welt findet sich aktuell ein Quiz mit sieben Aufgaben, mit denen interessierte Leser ihr logisches Denken testen können.

20.12.2019: Alles Gute 2020

Kayser Schulung bedankt sich bei allen Kunden und Partnern für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit 2019 und wünscht Ihnen und ebenso den zahlreichen Besuchern dieser Website frohe Weihnachten und ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.
Mit einem heiteren Link soll das alte Jahr enden. Im letzten Beitrag wurde über den von der letzten PISA-Studie ermittelten, weiteren Rückgang der Lesefähigkeit von Schülern berichtet. Wohin mangelnde Genauigkeit beim Lesen oder auch beim Zuhören führen kann, zeigt der Artikel "Jesus lag als Baby mit einer Grippe im Stall" von deutsches-schulportal.de.

11.12.2019: PISA-Studie 2018: Rückgang der Fähigkeiten in allen getesteten Bereichen

In der letzten Woche ging die Meldung durch die Nachrichten, dass die Ergebnisse der PISA-Studie 2018 bekanntgegeben worden sind. Auf der Internetseite deutsches-schulportal.de, das von der Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart und der Deutschen Schulakademie, Berlin betrieben wird, werden im Artikel "Die zehn wichtigsten Ergebnisse der PISA-Studie" einige bedeutende Resultate etwas genauer vorgestellt.
Es sei dahin gestellt, ob genau diese zehn Punkte wirklich die wichtigsten sind, extrem bedeutsam sind jedenfalls die Punkte 2 bis 4, die den Rückschritt von Schülern in Deutschland in den letzten Jahren dokumentieren. In allen drei getesteten Bereichen Lesekompetenz (Punkt 2: "Jeder fünfte 15-Jährige erreicht gerade einmal Grundschulniveau."), Mathematik (Punkt 3: "Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die am Mindestniveau scheitern, ist im Vergleich zu 2012 von 18 auf 21 Prozent gestiegen.") und Naturwissenschaften (Punkt 4: "20 Prozent der Schülerinnen und Schüler scheitern in PISA 2018 an den Mindestanforderungen.") ist ein Niveauabfall festgestellt worden. Aus eigener Erfahrung kann ich ergänzen, daß eine unterentwickelte Lesefähigkeit Minderleistungen in anderen Fächern und Kompetenzen nach sich zieht. Man kann an den Modalitäten, insbesondere an der Auswertung der von der OECD keineswegs interesselos durchgeführten PISA-Studie durchaus Kritik üben, ihre Ergebnisse sind im Kern aber nicht von der Hand zu weisen.

18.10.2019: Neue Version von LibreOffice online

Die freie Bürosoftware LibreOffice ist ab sofort in der Version 6.2.8 verfügbar. Weitere Informationen finden sich auf dem Doku-Blog von LO.

20.08.2019: Neue Mobilnummer

Über Mobilfunk bin ich ab sofort unter 0152 / 56 83 98 85 erreichbar.

27.07.2019: Erneut mangelnde Eignung von Studienanfängern beklagt

„Wir leben in der Fiktion, dass mit dem Abitur die Voraussetzungen für das Studium erfüllt sind.“ Professor Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin, beobachtet eine rückläufige Studierfähigkeit bei Abiturienten. Im Gespräch mit der Neuen Westfälischen erwähnt er vor allem Mängel von Studienanfängern in der Mathematik und im Leseverstehen, wie im Interview „Viele Abiturienten sind nicht mehr fürs Studium geeignet“ nachzulesen ist. Erst vor einem halben Jahr wurde an dieser Stelle die ähnliche Diagnose eines Bonner Professors vermeldet.

05.06.2019: Mehr erfolglose Führerscheinprüfungen

Wie das lokale Anzeigenblatt Super Sonntag in seiner letzten Ausgabe vom 2. Juni berichtet, hat sich der Anteil der gescheiterten theoretischen wie praktischen Fahrprüfungen von 2016 auf 2017 um jeweils 2 % erhöht. Unter Berufung auf Fahrlehrer aus der Region werden als Gründe u. a. umfangreichere Fragenkataloge und geänderte Prüfungsarten, etwa Fragen zu kurzen Filmeinspielungen, genannt. Aber auch gesunkene Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit erschweren es jungen Fahrschülern, die für Autofahrer erforderliche Fähigkeit auszubilden, Informationen aus mehreren Quellen (andere Verkehrsteilnehmer, Verkehrsschilder, eigene Armaturen) zu verarbeiten. Das deckt sich mit einer Mitteilung der rheinischen und westfälischen Fahrlehrerverbände vor etwa einem Jahr. Diese nannte noch eine weitere bemerkenswerte Ursache: Immer mehr junge Leute können mittlerweile nicht mehr Fahrrad fahren.

02.06.2019: Michael Winterhoff über gravierende Entwicklungsrückstände bei vielen Jugendlichen

Der Bonner Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff stellt in seinem neuen Buch "Deutschland verdummt. Wie das Bildungssystem die Zukunft unsere Kinder verbaut – und was wir ändern können" die These auf, daß etwa 50 % der Kinder und Jugendlichen in ihrer mentalen Entwicklung weit hinter einem altersgemäßen Stand zurückbleiben, weil ihnen dauerhafte Bezugspersonen fehlen, die als Vorbilder für viele kleine alltägliche Fähigkeiten dienen könnten. In der Onlineausgabe der Stern sieht er im Interview "Lehrer haben einen großen Teil von Schülern da sitzen, die Kleinkinder geblieben sind" etwas abweichend vom Untertitel seines Buches teilweise auch Elternhäuser und die Digitalisierung in der Verantwortung, wenn z. B. Fünfjährige nicht mehr Spiele und Spielgefährten aus dem Kindergarten nennen können.
Auf diese Tendenz, die nach Winterhoff um 1995 einsetzte, reagiere das Bildungssystem denkbar falsch. "1995 konnten die Kinder [am Ende der Grundschulzeit, S.K.] noch drei- bis viertausend Wörter richtig schreiben, in schöner Schrift und völlig sicher. Wenn Sie sich das heute angucken, ist das einfach traurig und auch fahrlässig." Die Schulen setzen auch bei Kindern mit diesen Rückständen auf Selbständigkeit, "autonomes Lernen (Kinder erarbeiten sich alles alleine), individuelles Lernen (Kinder entscheiden, auf welchem Niveau sie lernen) und Lehrer und Erzieher, die ihrem eigentlichen Beruf gar nicht mehr nachgehen, sondern nur noch sogenannte Lernbegleiter sind" seien Irrwege. Natürlich begegnet ein Kinderpsychiater nicht den vielen normal entwickelten jungen Leuten, wie Winterhoff selbst einräumt. Aber die bemerkenswerten Beobachtungen aus seiner Praxis machen das Interview sehr lesenswert bis zum treffenden Fazit: "Die Veränderung des Bildungswesens kommt ja nicht von Lehrern oder Eltern, sondern ist eine Idee der OECD und von Ideologen gewesen und über die Bildungspolitik von oben nach unten durchgedrückt worden."

17.04.2019: SWR2 über das Gymnasium Alsdorf

Gymnasium Alsdorf
Am Daltongymnasium in Alsdorf besuchen die Schüler für etwa zehn Stunden in der Woche Unterricht im selbständigen Lernen, den sogenannten Daltonunterricht. Die Schüler der Oberstufe haben die Möglichkeit, einige dieser Stunden selbständig zu terminieren, etwa um morgens auszuschlafen oder um Freistunden sinnvoll zu nutzen. Über dieses Gleitzeitmodell hat das Radioprogramm des SWR2 neulich berichtet. Eine Audioaufnahme des Beitrags kann auf der Website des Senders online angehört werden.

14.03.2019: Ein besonderes Datum

14. März, 14.03., 3-14. Eine Zahlenkombination, die den einen oder anderen an den Geometrieunterricht in der Schule erinnert. Richtig, so fängt die Kreiszahl π (Pi) an. In Amerika wird deshalb an diesem Tag der Pi-Tag (zur englischsprachigen Website piday.org) begangen.

01.02.2019: Manfred Spitzer über die Gefahren durch Smartphones

Seit einigen Jahren diagnostizieren Lehrer immer häufiger bei Schülern Mängel in Grundfertigkeiten wie Rechtschreibung, Kopfrechnen oder Leseverstehen, ebenfalls seit einigen Jahren besitzen fast alle Jugendliche Smartphones, die teilweise immer noch „Handy“ genannt werden, obwohl sie eigentlich tragbare Rechner sind, die nebenbei auch eine Telefonfunktion haben.
Manfred Spitzer, Professor für Psychiatrie und Leiter der psychiatrischen Uniklinik Ulm, warnt seit langem vor den Folgen exzessiver Smartphonenutzung wie Kurzsichtigkeit, nachlassender Konzentrationsfähigkeit und mangelhaften sozialen Fertigkeiten. Im Fernsehmagazin zibb vom RBB Brandenburg stellte er in der Sendung vom 29.01.2019 sein neues Buch „Die Smartphone-Epidemie. Gefahren für Gesundheit, Bildung und Gesellschaft“ vor und gab Auskunft über seine Erkenntnisse. Auf der Website des Magazins ist ein Video der Sendung mit einem Interview mit Professor Spitzer sowie ein Wortbeitrag („An Bildschirmen lernt man weder Handschrift noch Rechtschreibung, weder Kopfrechnen noch Kartenlesen“) zu sehen. Vor allem die Schlußphase des Interviews ab Minute 8 nach einem Einspieler ist dringend zu empfehlen!


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